Freiwillige: Spaß an der Arbeit

Es geht auf Mittag zu. In der Küche dampft es aus den Töpfen, überall wuselt jemand, holt das nötige Geschirr, deckt den Mittagstisch. Bent beobachtet das muntere Treiben, greift ein, wo er gebraucht wird, hilft beim Essenauftragen, ist immer zur Stelle, wenn Hilfe vonnöten ist.

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Bent beim Setzen der Zierapfelbäume.

Bent, 22 Jahre alt, gelernter Landschaftsgärtner, leistet Freiwilligendienst in den Räumen des Vereins Inklusion e.V. im Brauweiler Ortskern. Er war von Beginn an dabei als die sieben jungen Menschen mit Handicap im Oktober 2014 in die renovierte und barrierefreie „Villa“ einzogen. Er mag die Arbeit im sozialen Bereich, hat Spaß im Umgang mit den jungen Leuten, arbeitet mit ihnen im Garten des Hauses, begleitet eine kleinere Gruppe beim Zeitungsaustragen, geht mit ihnen Einkaufen oder hilft bei Montagearbeiten. Bent ist eben immer da, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Man spürt seine Zuneigung zu den mittlerweile acht Mitarbeitern dieses Arbeitsprojekts, und dass für ihn der Dienst im sozialen Bereich eine Berufung ist und nicht nur ein Beruf. „Diese neun Monate haben mich weitergebracht und mich in meinen Berufswunsch bestärkt. Die Arbeit mit jungen Menschen macht einfach Spaß und ich glaube, das war auch umgekehrt so“, resümiert Bent.

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Maximilian im Kreis von Mitarbeitern.

Ende Juni 2015 beendete der junge Mann aus Pulheim seine Tätigkeit in der „Villa“, um eine Ausbildung zum Staatlich geprüften Heilerziehungspfleger zu beginnen. Den Nachweis der mindestens 900 Stunden beruflicher Tätigkeit in einem Praktikum, einem Sozialen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst erbringt er locker und erinnert sich gerne an die Zeit mit der Gruppe.

Direkt nach dem Ausscheiden des ersten Freiwilligen suchte man einen Nachfolger und fand ihn im August. Zwei Probetage und dann stand fest: Maximilian wird zwölf Monate lang seinen Freiwilligendienst in Brauweiler ableisten. Der 18-Jährige aus Dormagen hatte gerade das Abitur in der Tasche und suchte nach einer Beschäftigung im sozialen Bereich. Von den Mitarbeitern im Arbeitsprojekt wurde „Max“ begeistert aufgenommen. Die Leiterin der Betriebsstätte, Ulrike Balducci, bestätigte dem Neuen schon nach kurzer Zeit: „Als ob Max schon immer zum Team gehört!“

Im August 2016 startete Fabian Zwick als dritter Bufdi seinen Dienst im Arbeitsprojekt des Vereins Inklusion e.V.. Der Handballer beim TSV Bayer Dormagen kam ebenfalls direkt nach dem Abitur. Er suchte nach eigenen Worte eine Beschäftigung im sozialen Bereich, wurde über den Internetauftritt des Bundesfreiwilligendienstes fündig und schloss sich dem Betreuerteam an.

Nach drei jungen Männern startete im September 2017 mit Michelle-Angela Strano eine junge Frau ihren Freiwilligendienst in der „Villa“. Die 18-Jährige beabsichtigt, nach dem freiwilligen Jahr Heilpädagogik in Köln zu studieren.

 

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